Kunstrasen Terrasse

Bepflanzungsmöglichkeiten für Terrassen

Terrassen bilden mit ihren steinernen oder holzigen Böden den Übergang zwischen den heimischen vier Wänden und den Grünflächen des Gartens. Als gemütliche Sitzecke und Stellplatz erfüllen sie dabei stets auch eine funktionale Aufgabe. Aber v.a. sorgen eine ansprechende Gestaltung und ausgesuchte Bepflanzung der Terrasse dafür, dass dieser Ort zu einem Ort der Entspannung und Erholung wird.

Gräser für den Hauch von Leichtigkeit auf der Terrasse

Gras und Terrasse scheinen auf den ersten Blick nicht zusammenzupassen, schließlich gehört Gras typischerweise zu einem Rasen und nicht in einen Terrassenkübel.

Weit gefehlt! Zahlreiche Gräser finden auch im Bereich der Terrasse ihren Platz. Mit ihren schönen Wuchsformen und dem wehenden Laub, verleihen sie jedem Topfgartenensemble eine natürliche Leichtigkeit.

Das anspruchslose Hasenschwanzgras z.B. besticht als Solist oder in Gesellschaft bunt blühender Topfpflanzen durch seine seidenweichen Blütenstände, die sich von Juni bis August an den Halmenden herausbilden. Als Ziergras eignet es sich auch gut für Trockensträuße.

Das bogig überhängende, lange blühende und winterharte Liebesgras „Totnes Burgundy“ zeigt ab dem Spätsommer hübsche orangerote bis braune Blattspitzen, die wie Haar-Strähnchen Highlights im Schopf aus Grashalmen setzen.

An die Küste geht es mit dem Rohrglanzgras „Feeseys Form“. Die gestreiften Blätter haben Ähnlichkeit mit Schilfrohr, sind früh austreibend und vertragen sonnige bis halbschattige Plätze. Im Garten bildet es schnell Ausläufer und breitet sich rasch aus; es ist daher gut im Topf aufgehoben. Da Ziergräser erst im Sommer richtig durchstarten, empfehlen sich als Topfpartner spät blühende Stauden.

Pflanztipps

Kletterpflanzen Wer Ziergräser langfristig ins Terrassenbeet pflanzen möchte, der pflanzt am besten bereits im zeitigen Frühjahr. Attraktive, oftmals als einjährig kultivierte Arten für den Topf, können als hübsche Lückenfüller aber auch im August noch problemlos gepflanzt werden.

Das Gefäß sollte dabei bis zu dreimal so groß wie das Transportgefäß sein und über einen guten Wasserablauf verfügen. Um zu verhindern, dass die Wurzeln bei Kälte Schaden nehmen, packen Sie auch frostfeste Arten auf der Terrasse besser mit Winterschutzmaterialien, z.B. mit Vlies, ein.

An frostfreien Tagen immergrüne Gräser regelmäßig gießen! Bezüglich der Nährstoffversorgung reicht es, wenn Sie bis Ende August, alle zwei Wochen in halber Konzentration, düngen. Zu viele Nährstoffe können nämlich die Standfestigkeit der Halme beeinträchtigen. Ein Rückschnitt erfolgt dann erst im Frühjahr. Bevor der Neuaustrieb einsetzt, werden alle Pflanzen bodennah gekürzt.

Sie können Ziergräser im Frühjahr auch teilen. So bleiben sie durch Verjüngung über Jahre in Form.

Kletterpflanzen – Hoch hinaus, aber wie?

Je nach Grundstück sind Terrassen oftmals von einer oder mehreren Wänden, z.B. von nebenstehenden Garagen, umgeben. Wegen ihrer Beständigkeit und lang anhaltenden Blüten- und Blätterpracht sind Kletterpflanzen eine beliebte Form der Fassadenbegrünung.

Um ordentlich in die Höhe wachsen zu können, benötigen sie je nach Wuchs-Typ die richtige Rank-Hilfe. Schlinger, wie die Prunkwinde mit ihren blau- oder rosafarbenen Trichterblüten, arbeiten sich durch drehende Bewegungen empor.

Dies gilt auch für die Feuerbohne, deren leuchtend hellroten Blüten ihr den Namen geben. Die relativ großen, eiförmigen Blätter sorgen auch jenseits der Blütezeit für Aufmerksamkeit. Damit Schlinger dieser Art in die Höhe wachsen können, brauchen sie senkrechte Kletterhilfen wie Schnüre oder Stangen.

Rank-Pflanzen verfügen hingegen über spezielle Greiforgane. Berühren diese gitter- oder netzartige Strukturen, reagieren sie mit Krümmung und halten sich fest. Eine der beliebtesten Pflanzen dieser Art ist die Duftwicke.

Ihre schmetterlingsartigen Blüten wachsen in Trauben mit langen Stielen. Diese sorgen in weiß, rosa, blau, rot, violett oder lachsfarben für schöne Farbakzente an kahlen Mauern. Gepflückt machen sie sich prima in liebevollen Tischgestecken. Manche Sorten bringen an ein und derselben Pflanze Blüten in unterschiedlichen Farben hervor.