Richtig düngen

Richtig düngen im Frühling

Hat das kalendarische Jahr zu Beginn des Frühlings auch bereits das erste Viertel hinter sich gebracht, steht das Gartenjahr zu diesem Zeitpunkt noch ganz am Anfang. Beginnen sollten Sie es mit dem richtigen Düngen des Bodens, damit Ihr Garten spätestens im Sommer in voller Blüten- und Farbenpracht erstrahlen kann.

Dünger ja, aber warum?

In der Natur sorgt der ökologische Kreislauf dafür, dass Nährstoffe immer wieder in den Boden und somit zur Pflanze zurückgelangen.

Im Hausgarten aber ist dieser Kreislauf meist unterbrochen: Aufwachsendes Unkraut wird gerupft, Rasenschnitt eingesammelt, Herbstlaub entfernt usw. Somit gehen wiederverwertbare Nährstoffe verloren.

Über eine Düngung können diese für das Pflanzenwachstum wichtigen Stoffe nachgeliefert werden.

Hauptsächlich sind das Stickstoff, Kalium, Phosphor, Magnesium, Kalzium und Schwefel. Entscheidend ist das insbesondere bei Pflanzen in Gefäßen, Kübeln oder Kästen. Deren Wurzelwachstum ist begrenzt und muss daher besonders unterstützt werden. Nur so sind üppiges Pflanzenwachstum und Blühfreude langfristig gesichert.

Auch Obst und Gemüse benötigt lebenswichtige Nährsalze, die für kräftiges Wachstum, reichen Fruchtansatz und schmackhafte Ernte sorgen. Das Düngen von Obst, Gemüse und Kräutern ist entgegen manchem Irrglauben nicht gesundheitsschädlich. Auch stetig nachwachsende Kräuter, die frisch gedüngt wurden, können verzehrt oder zum Kochen verwendet werden.

Bezüglich der Nährstoffe, die ein Boden braucht, ist noch zu sagen, dass es fast allen Böden vor allem an Stickstoff mangelt. Dieser kann gut in Form von Hornprodukten wie Hornspänen, Hornmehl bzw. Knochenmehl zugeführt werden. Hierbei handelt es sich um organischen Dünger, hergestellt aus Horn und Knochen.

Das Material wird dazu um die Pflanzen herum gestreut und leicht mit der Harke in den Boden eingearbeitet. Ein grobes Maß sind 100g Hornprodukt pro Quadratmeter.

Doch auch dabei ist Vorsicht geboten, denn gerade im Gemüsebeet benötigen Pflanzen unterschiedlich viel Stickstoff. Sogenannte Starkzehrer wie Tomaten, Gurken und Kürbisse brauchen beispielsweise mehr, Schwachzehrer wie Erbsen, Bohnen und Zwiebeln dagegen weniger Nährstoffe aus dem Boden.

Zwei Arten von Dünger

Pflanzen düngenGrundsätzlich wird zwischen mineralischen und organischen Düngern unterschieden:

Mineralische Dünger können direkt von der Pflanze in den Stoffwechsel eingebaut werden und entfalten so schnell ihre Wirkung. Sie werden speziell nach kulturspezifischen Bedürfnissen hergestellt. Die Pflanzen erhalten somit eine auf sie abgestimmte Versorgung hinsichtlich Nährstoffrezeptur und Düngedauer.

Diese Spezialisierung beschert dem mineralischen Dünger den Vorteil, dass die genaue Dosierung meist auf der Packung vermerkt ist. Besonders für Gartenanfänger ist mineralischer Dünger daher die einfachere Wahl.

Organische Dünger, sogenannte „Naturdünger“, bestehen aus organischen Rohstoffen, wie tierischem Horn oder Blutmehl, sowie pflanzlichen Komposten oder Mist.

Diese Bestandteile müssen im Boden erst in ihre einzelnen Nährstoffe zerlegt werden, bevor die Pflanze sie aufnehmen kann. Dadurch weisen organische Dünger häufig eine längere Wirkungsdauer auf und sind meist zur universellen Düngung ausgelegt. Diese Art des Düngens empfiehlt sich für Bio-, Gemüse- und Obstgärten, bei denen ein Eingriff in den natürlichen Ablauf meist nicht gewünscht ist.

Natürlich gleicht nicht jeder Boden dem anderen, daher ist vor der Auswahl des richtigen Düngers eine genaue Bodenanalyse ratsam.

Die Erstdüngung sollte übrigens ca. eine Woche vor der Pflanzung geschehen. Je nach Pflanzenart und -kultur wird dann im Jahresverlauf erneut Dünger gegeben.

Werden diese Tipps beachtet und zusätzlich für ausreichend Licht und Wasser gesorgt, dann bleibt nur noch, Ihnen und Ihrem Garten ein frohes neues Gartenjahr zu wünschen!