Laubbäume im Garten

Laubbäume für den Garten

Ein Garten ohne Baum ist wie ein Rasen ohne Grün! Bäume tragen wesentlich zur Schönheit, Ästhetik und Struktur eines Gartens bei. Sie locken Singvögel, Eichhörnchen und andere Tiere an und bieten ihnen Heimat. Nicht zuletzt dienen sie als Schattenspender und Sichtschutz.

Für jeden Garten der passende Baum

Dank der Vielfalt an Baumarten können Sie selbst in einen kleinen Garten Bäume pflanzen. Die Riesen der Flora können später aber auch zum riesigen Reinfall werden, wenn ein unpassender Baum ausgewählt wurde. Ausschlaggebend ist hier vor allem natürlich die Größe des Gartens. Die heute durchschnittlichen Grundstücksgrößen vertragen meist nur kleinkronige Laub- und Kugelbäume bis 10m oder aber schmalwüchsige Säulenbäume, die auch für kleine Gärten geeignet sind. Experten raten von einem geplanten, regelmäßigen Rückschnitt großer Bäume ab, da dies nicht nur einen enormen Arbeitsaufwand darstellt, sondern v.a. den natürlichen Wuchs des Baumes hindert.

Kugelbäume

Kugelbäume sind, aufgrund ihrer langsamen Wachsgeschwindigkeit und relativ geringen Höhen von 4 bis 10m, beliebte Hölzer in privaten Gärten. Bei diesen Arten ist es nicht die Höhe, die bedacht werden sollte, sondern die Breite. Ältere Exemplare können bereits ab einer Höhe von 2,5m eine doppelt so breite, kugelförmige Baumkrone ausbilden.

Ein beliebter Vertreter dieser Baumgruppe ist der etwa 6m groß werdende Kugel-Ahorn, dessen große Blätter und Doldentrauben im Herbst mit ihrer leuchtend-gelben Färbung besonders dekorativ sind.

Eine deutlich kleinere Variante ist hingegen die Kugel-Sumpfeiche, die nur 2,5m misst. Die Eicheln-Früchte, die sie ausbildet, verleihen ihr das charakteristische Aussehen. Beliebt sind zudem die Kugel-Robinie und der Kugel-Trompetenbaum. Besonders das Blatt des Kugel-Trompetenbaums ist, aufgrund seiner großen Herz-Form, sehr anmutig. Zudem hält es mit dem leichten Duft, den es ausströmt, Mücken fern.

Säulenbäume

Als Alternative zu den breiten Kugelbäumen sind in immer mehr privaten kleinen Gärten Säulenbäume zu finden. Sie beanspruchen kaum Platz und sind deshalb, insbesondere für schmale Pflanzbereiche, ideal. Aufgrund ihrer schmalen Form, werfen Säulenbäume zudem nur wenig Schatten, sodass der Lichteinfall ins Haus und auf sonnenverwöhnte Pflanzen nicht geschmälert wird.

Säulen-Weißdorn und Säulen-Eberesche finden einen Platz in jedem Garten und verleihen ihm Charakter. Ihre roten Früchte sorgen außerdem für wunderschöne Farbakzente.

Auch die Säulen-Zierkirsche ist mit ihren zartduftenden hellrosa Blüten, die sich bereits ab Bodennähe an den Haupttrieben herausbilden, ein toller Blickfang. Die Blüten sind allerdings empfindlich, weswegen der sonnige bis halbschattige Platz des ansonsten anspruchslosen Laubbaums windgeschützt liegen sollte.

Hänge- oder Trauerbäume

Klassische Vertreter mit überhängenden Kronen sind neben der Trauerweide die hängende Kätzchenweide und die rote Hängebuche.

Die Hängebuche fällt mit ihrem dunkelroten Laub ins Auge, das an den tiefhängenden Ästen sitzt, die sich entlang der gesamten Größe von 6 bis 12m gen Boden erstrecken können. Wegen ihrer malerisch anmutenden Gestalt kommt sie besonders in Einzelstellung im Garten zur Geltung.

Die Kätzchenweide eignet sich gut für Anfänger. Sie zählt zu den pflegeleichtesten Zierbäumen, da sie äußerst anspruchslos ist und auch unter kargen Bedingungen, sowohl an sonnigen und schattigen Plätzen, gedeiht. Die weißen und gelben Kätzchen, die sich im März und April herausbilden, sorgen für die herunterhängenden Zweige und machen sich auch gut in jedem Osterstrauß.

Baumpflanzung und -pflege

BaumpflanzungWoran lässt sich nun ein gesundes Exemplar der ausgewählten Baumart erkennen? Grundsätzlich gilt, dass der Stamm bei einer Baumhöhe von einem Meter einen Umfang von mindestens 12cm haben sollte. Zusätzlich sollte die Rinde frei von Verletzungen sein, der Stamm gerade und die Krone gleichmäßig gewachsen mit ungefähr gleich verteilten Seitenästen.

Haben Sie ein geeignetes Exemplar gefunden, geht es nun an die Pflanzung. Der ideale Zeitpunkt dafür ist im Herbst. Der dann noch relativ warme Boden begünstigt das schnelle Ausbilden neuer Feinwurzeln, mit denen Ihr Baum gut anwachsen kann. Außerdem ist eine längere Trockenperiode im Herbst weniger zu fürchten als im Frühjahr.

Die Pflanzgrube muss mindestens doppelt so breit und tief sein, wie der Wurzelballen groß ist. Um den meist doch sehr stark verdichteten Boden zu optimieren, kann Kompost oder Langzeitdünger eingesetzt werden.

Halt gibt ein Pfahl, an dem der Baum festgebunden wird. Er wird zusammen mit dem Baum direkt in die Grube gesetzt. Anschließend füllen Sie die Grube mit Erde auf und treten diese leicht an. Entfernen Sie die Baumanbindung. Wird sie nicht entfernt, wächst sie in den Stamm hinein, wodurch sich eine Schwachstelle bildet, die zum Umknicken des Baumes führen kann.

Vor allem in der ersten Zeit des Anwachsens muss der Baum reichlich gewässert werden. Achten Sie in den Wintermonaten auf extreme Temperaturschwankungen, die zu Frostrissen, den sog. „Sonnennekrosen”, führen können. Im Fachhandel können Sie spezielle Stammschutzfarbe erwerben, die bis zu fünf Jahre Sonnenschutz bietet. So geschützt hat der junge Stamm genug Zeit, um eine schützende, dicke Rinde auszubilden.