Frühlingspflanzen im Garten

Frühlingspflanzen für den Garten

Im Vorfeld der Landessgartenschau 2015 in Landau haben Gärtner Mitte März über 260.000 Frühlingspflanzen auf einer 4.000 qm großen Blühfläche eingepflanzt. Denn zur großen Eröffnung einen Monat später sollen die Besucher schließlich mit einer vielfältiger Blumen- und Farbenpracht begrüßt werden.

Zwar werden für die frühjährliche „Eröffnung“ der heimischen Gartensaison nicht annähernd so viele Pflanzen benötigt, allerdings gibt es auch hier einiges an Organisation zu beachten. Wird der eine oder andere Tipp und Kniff aber beachtet, steht der persönlichen Gartenschau im Frühling nichts im Wege.

Zwiebel- und Knollenblumen zum Einstieg

Die vielfältigen Zwiebeln- und Knollengewächse wie z.B. Tulpen und Narzissen, Schneeglöckchen, Märzenbecher und Hyazinthen bereichern die Frühlingsmonate mit ihren farbigen Blüten und sind daher beliebte Blühpflanzen für diese Jahreszeit. Diese mehrjährigen Pflanzen gehören in botanischer Hinsicht zu den Stauden. Die Vielfalt drückt sich auch im Pflanzzeitpunkt aus, der von der Resistenz der einzelnen Gattungen abhängig ist.

So werden winter- und frostfeste Knollen- und Zwiebelblumen (Anemonen, Lilien, Tulpen) bereits in den Herbstmonaten September und Oktober gepflanzt. Während diese dann im Frühling beginnen ihr farbenfrohes Potenzial zu entfalten, können Sie zu dieser Zeit die nicht winterharten Verwandten wie Dahlien und Gladiolen einpflanzen.

Auch für den Winter eingelagerte Pflanzen können nun wieder den Weg zurück ins Beet oder den Kübel finden. Diese sollten zuvor für die Überwinterung an einem dunklen, trockenen, kühlen und frostfreien Ort, bei etwa 5 bis 7 Grad, aufbewahrt worden sein. Eine mit Zeitungspapier ausgelegte und luftdurchlässige Holzkiste empfiehlt sich dafür, da in ihr Fäulnisprozesse vermieden werden können. Die nicht frostfesten Knollen- und Zwiebelblumen sollten vor Beginn des Winters im Gartenbeet ausgegraben werden, wenn die Blätter verwelkt sind und die Pflanzen sich eingezogen haben. Zu diesem Zeitpunkt ist sichergestellt, dass die Blumenknollen zum Überwintern genügend Nährstoffe gespeichert haben.

Pflanzen im FrühlingVor dem Einlagern sollten Sie die Stängel der Pflanze knapp oberhalb der Knolle abschneiden (ca. 5 cm). Die noch vorhandene Erde auf den Blumenknollen müssen Sie nicht komplett entfernen, da diese einen Schutz vor Austrocknung bildet. Alle Zwiebel- und Knollenpflanzen benötigen gut durchlässigen, humosen Gartenboden. Schwere Lehmböden können Sie verbessern, indem Sie zur Dränage etwa 2 cm Sand oder Kies einarbeiten. So kann das Wasser vom Boden stets gut abtransportiert und die für die Pflanzen unverträgliche Staunässe vermieden werden.

Für die Einpflanztiefe gilt die Faustregel, dass die Knollen zwei- bis dreimal so tief eingegraben werden sollten, wie die einzelne Knolle hoch ist. Bei einer 6 cm hohen Tulpenzwiebel ergibt sich also eine Einpflanztiefe von mindestens 12 cm. In sandigen Böden darf diese jedoch ruhig etwas tiefer, in schweren Böden hingegen etwas höher ausfallen.

Nach dem Einpflanzen sorgen Sie bitte für ausreichend Bewässerung. Sollte das Wetter über mehrere Tage oder Wochen sehr trocken gewesen sein, sollten Sie mit dem Setzen der Pflanzen besser bis zur nächsten Regenperiode warten, um ein Austrocknen im Boden zu vermeiden.

Als Pflanzorte eignen sich sonnige oder leicht schattige Plätze im Garten, weil die meisten Zwiebel- und Knollenblumen ursprünglich aus warmen Regionen stammen und daher sonnige Standorte bevorzugen.

Krokusse für den Feinschliff

Die rauen und kalten Wintermonate gehen auch am Rasen nicht spurlos vorbei. Wenn er Anfang Frühling eine Vielzahl an kahlen Stellen aufweist und somit eher einem Flickenteppich gleicht, kann auch die schönste Frühlingsbepflanzung den tristen Anblick nicht ausmerzen.

Mit Krokussen lässt sich bei diesem Problem Abhilfe schaffen. Sie gehören zu den ersten blühenden Blumen des Jahres und fühlen sich dort wohl, wo das Gras leicht schlapp macht. So können müde Rasenflächen farbenfroh aufgepeppt werden. Staunässe muss jedoch auch hier vermieden werden. Beim Mähen sollten Sie zudem die Blüteninseln auslassen, da diese erst abgemäht werden dürfen, wenn das Laub der Krokusse komplett vertrocknet ist.

Grüner Kunstrasen macht diesen dekorativen Kniff natürlich überflüssig. Als pflegeleichte Alternative wird er in der Gartenwelt aber oftmals überhaupt nicht in Betracht gezogen. Dies jedoch zu Unrecht, denn selbst im Rahmen der Landesgartenschau in Landau wurde ein Spiel- und Freizeitcampus angelegt, an dessen Kunstrasenplatz sich gewiss nicht nur die ortsansässigen Sportvereine erfreuen.